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Ikea Fertighaus: Ein Heim für Billy | Main-Taunus - Frankfurter Rundschau
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Ikea Fertighaus

Ein Heim für Billy

Immeln - so heißt das neue Boklok-Fertighaus, das Ikea in Deutschland auf den Markt bringen will. Das erste Musterhaus kann schon mal in Hofheim-Wallau besichtigt werden. Von Andrea Rost

Immeln, das energieeffiziente Fertighaus von Ikea, von außen.
Immeln, das energieeffiziente Fertighaus von Ikea, von außen.
Foto: Oeser

Kameras klicken, Fernsehteams drehen ihre Runden, Journalisten machen sich eifrig Notizen. Ein Rentnerehepaar drückt sich am Fenster die Nasen platt. "Wir können noch nicht rein", sagt die Frau. "Schade."

Es ist gestern kurz vor elf Uhr Vormittag, über dem Ikea-Parkplatz im Hofheimer Stadtteil Wallau strahlt die Sonne vom wolkenlosen Himmel, und Immeln steht im Mittelpunkt. Immeln - so heißt das neue Boklok-Fertighaus, das die schwedische Firma Skanska gemeinsam mit Ikea und dem hessischen Unternehmen Bien-Zenker in Deutschland auf den Markt bringen will. In zwei Tagen war das Reihenhaus aufgebaut, heute wird es zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Deutschland-Premiere sozusagen. Dementsprechend groß ist das Medieninteresse.

Dass Immeln komplett aus Holz gefertigt ist, sieht man dem Haus nicht an. Nur ein Drittel der Fassade ist mit grauen Holzplatten verkleidet, der Rest ist fein säuberlich weiß verputzt.

Am Eingang baumelt ein Schild: "102 Quadratmeter, hell und luftig geplant, Gartenhäuschen, Energieeffizienzhaus 70, Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung" steht darauf zu lesen. Im Pressezelt erzählt Philipp Mühlbauer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von Bien-Zenker, was man sonst noch über Immeln wissen sollte: Preis, Raumaufteilung, geplante Standorte. Und dass es auch den kleinen Bruder Fryken gibt, mit 84 Quadratmetern Wohnfläche und entsprechend wohlfeiler.

Boklok - ein Haus für Billy

Bildergalerie ( 15 Bilder )

Die Nachfrage nach den Boklok-Fertighäusern sei groß, sagt Mühlbauer. "Wir haben Anfragen aus ganz Deutschland." Ewa Magnusson, Marketing-Managerin von Boklok, erklärt das Konzept: Bezahlbaren Wohnraum bieten für junge Familien. Clever Wohnen bedeute Boklok. Clever - nicht nur in finanzieller Hinsicht, sondern auch energieeffizient und mit formschönen Details.

Und dann öffnet sich die Tür zum ersten deutschen Boklok-Haus. In kleinen Gruppen werden die Premierengäste eingelassen. Bald ist in dem schmalen Flur kein Durchkommen mehr. Rechts ein Blick ins Bad, links die offene Küche. Weiter geht´s ins Wohnzimmer mit bodentiefen Fenstern zur Terrasse. Vom Wohnzimmer abgetrennt ist der Arbeitsbereich. Die Wand ist die einzige, die im ganzen Haus verschoben oder weggelassen werden kann. Die übrige Raumaufteilung steht fest: Im Obergeschoss das Elternschlafzimmer und zwei Kinderzimmer, Dusche und Bad. Unter der gewendelten Treppe der Abstellraum. "Auf Wunsch unserer Kunden", sagt Philipp Mühlbauer. Den Stauraum braucht man, denn das Haus ist ohne Keller geplant. Und Dachboden gibt es wegen der geringen Dachneigung auch keinen.

Die Bäder und Toiletten ohne Tageslicht? "Warum das?", fragt eine Frau. "Weil nebenan ja das nächste Reihenhaus steht", erklärt Philipp Mühlbauer. "Da passen keine Fenster in die Wand." Dafür gibt es Licht von oben. Durch ein Fenster im Dach fällt es ins Treppenhaus und bis in den Flur im Erdgeschoss.

Das Boklok-Musterhaus, das ab sofort jedermann in Wallau besichtigen kann, ist komplett von Ikea eingerichtet: Billy als Bücherregal, Faktum in der Küche, selbst Spiegel, Bilder und Geschirr stammen aus dem schwedischen Möbelhaus. Die Einrichtung sei natürlich kein Muss, sagen die Planer. Aber es gibt Gutscheine für die Häuslebauer: 1000 Euro beim Kauf von Immeln und 800 Euro für Fryken-Besitzer. Und dazu zwei Stunden gratis den Handwerker ins Fertighaus, der beim Aufbauen der Ikea-Möbel hilft.

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Autor: Andrea Rost
Datum: 4 | 3 | 2010
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